Raspberry Pi und LibreELEC mit HDMI Splitter/Umschalter (Bildschirm Auflösung)

Ich betreibe meinen Raspberry Pi als Media Center mit LibreELEC. Da mein Fernseher nur einen HDMI-Eingang hat, habe ich zusätzlich einen HDMI-Umschalter eingebaut, der verschiedene Geräte auf dem Fernseher anzeigen kann.

Die Konfiguration der richtigen Auslösung wird offenbar durch den HDMI-Umschalter nicht durchgeschleift.

Zunächst hatte ich überhaupt kein Bildsignal. Wenn ich des Raspi direkt per HDMI an den Fernseher angeschlossen habe, gab es allerdings ein Signal.

Dies lies sich durch umstellen der Konfigurationsoption „hdmi_force_hotplug“ beheben.

Die Option kann bei LibreELEC in der Datei /flash/config.txt geändert werden. Dort ist sie bei LibreELEC 9 bereits (auskommentiert) in der Datei vorhanden.

Die Partition wird standardmäßig schreibgeschützt ins System eingebunden. Dies müssen wir nach einer Anmeldung zunächst ändern:

mount -o remount,rw /flash

Danach können wir die Datei z.B. mit dem nano-Editor ändern und das Kommentarzeichen „#“ vor dem Eintrag „hdmi_force_hotplug“ entfernen.

Jetzt hatte ich nach einem Reboot schonmal ein Bild. Allerdings war die Auflösung falsch, so dass das Bild sehr pixelig aussah.

Die HDMI-Auflösung kann man LibreELEC bzw. dem Raspberry ebenfalls über die Datei config.txt vorgeben. Eine Übersicht der möglichen Konfigurationsoptionen findet sich z.B. hier:

https://www.raspberrypi.org/documentation/configuration/config-txt/video.md

Die richtige Auflösung findet Ihr in der Anleitung Eures Fernsehers. Bei mir habe ich hdmi_group auf 2 gesetzt und dann mit hdmi_mode die passende Auflösung aus der Tabelle gewählt.

Beide Parameter werden in der Datei config.txt ergänzt.

Nach einem Reboot wurde bei mir in LibreELEC die neue Auflösung nicht direkt übernommen. Ich musste sie zunächst noch über den Optionsdialog explizit auswählen.

Das geht über das Einstellungsmenü, dort die Kachel „System“ auswählen und anschließend über „Display“ und „Resolution“ die richtige Auflösung auswählen.


Netflix auf Raspberry / LibreELEC

Netflix lässt sich seit einiger Zeit auch unter Linux schauen. Die Streams von Netflix sind i.d.R. mit einem Kopierschutz versehen („DRM“). Technisch bedient sich die Lösung dabei der Widevine-Bibliotheken von Google’s Chrombooks, um den Kopierschutz entschlüsseln zu können.

Wichtig ist, dass das ganze Konstrukt selbstverständlich nur mit einem vorhandenen Netflix-Account funktioniert.

Ich habe mein Mediencenter mit Hilfe von LibreELEC laufen. Voraussetzung ist ein LibreELEC ab Version 9 (Kodi-Version 18).

Alle benötigten Plugins liegen in einem Repository:

https://github.com/CastagnaIT/plugin.video.netflix/

Am einfachsten ladet Ihr Euch die dort verlinkte ZIP-Datei des Repositories herunter und spielt sie auf dem Raspberry ein (z.B. per SSH oder über einen USB-Stick).

Dann wird die ZIP-Datei als Plugin installiert (über die Funktion „Install from ZIP file“), indem Ihr die soeben kopierte Datei auswählt.

Anschließend wird über die Funktion „Install from repository“ aus dem Repository „CastagnaIT“ das Netflix-Plugin installiert. Dieses Plugin hat einige Abhängigkeiten von weiteren Plugins – installiert einfach alle, die benötigt werden.

Wenn Ihr anschließend das Netflix-Plugin auswählt, müsst Ihr gültige Netflix-Login-Daten eingeben.

Anschließend wird vor dem Abspielen des ersten Videos noch ein weiteres Update durch die LibreELEC-Oberfläche abgefragt („InputStream Adaptive“ und „Widevine“). Lasst auch dieses installieren. Das Widevine-Plugin lädt ein recht große Datei herunter (aktuell ca. 2,7GB), aus der wiederum die benötigten Dateien extrahiert werden, damit LibreELEC mit dem Netflix-Kopierschutz umgehen kann.

Danach kann der Streaming-Spaß losgehen!

VirtualBox Performance mit Ubuntu 18.04

Ich habe bei mir einige Systeme auf die derzeit aktuelle Version 18.04 von Ubuntu Linux aktualisiert. Auf diesen Systemen kommt auch VirtualBox als Virtualisierungslösung zum Einsatz.

Im aktuellen Fall ist der VirtualBox-Host Ubuntu 18.04 und die virtuellen Gäste laufen unter Ubuntu Linux 16.04. Die Migration des Hosts erfolgte von Ubuntu 16.04 auf 18.04 und hatte in Bezug auf VirtualBox eine quasi identische Konfiguration (außer der neueren Version von VirtualBox).

Leider kam es bei der neuen Installation zu fiesen Performance Problemen, so dass sogar ein Tippen auf der SSH-Konsole bei den virtuellen Gästen gelaggt hat.

Des Rätsels Lösung war bei mir, dass einige virtuelle Maschinen die Option „IOAPIC“ nicht gesetzt hatten. Das ganze ließ sich mit dem folgenden Befehl schnell beheben:

vboxmanage modifyvm <name-vm> --ioapic on

Dazu muss die virtuelle Maschine mit Hilfe von VirtualBox einmal ausgeschaltet werden. Es empfiehlt sich ein kompletter Shutdown und nicht nur Suspend-to-Disk per ACPI-Event.

Update: Übrigens ein schönes RTFM-Thema – es wird so auch an diversen Stellen im Handbuch erwähnt, dass die Option für 64 Bit Gastsysteme zu aktivieren ist.

Nachrichten Synchronisation mit Signal – Problem mit Huawei Handy

Bei meinem Huawei-Handy kam es in letzter Zeit zu Problemen mit der Nachrichten-Synchronisation beim Signal Messenger.

Das Problem ist, dass die Nachrichten erst angezeigt werden, wenn man die App wieder öffnet. Sobald die App im Hintergrund ist oder der Bildschirm gesperrt ist, werden keine Nachrichten mehr synchronisiert.

Eigentlicher Auslöser des Problems ist die Android-Variante, die von Huawei eingesetzt wird (EMUI). EMUI setzt Energiesparmechanismen ein, die dazu führen, dass die App beendet wird, sobald der Bildschirm gesperrt ist.

Lösung für Signal

Folgende Lösung bietet sich an, damit Signal wieder zuverlässig die Nachrichten zustellt, auch im Hintergrund.

Öffnet im ersten Schritt den Einstellungen-Dialog und dann weiter zu „Akku“:

Dialog "Einstellungen"

Im Einstellungs-Dialog zu Akku klickt Ihr weiter auf „Apps nach Sperren schließen“:

Dialog "Akku-Einstellungen"

In der Liste der Applikationen sucht Ihr dann Signal:

Dialogbox mit der App-Auswahl

Die Checkbox neben Signal muss deaktiviert werden (also grau aussehen, so wie im Screenshot oben).

Anschließend sollte die Synchronisation der Nachrichten auch wieder im Hintergrund funktionieren.

Natürlich kann man auch ergänzend andere Apps so freischalten. Nach meinem Verständnis wird damit jedoch der Akkuverbrauch erhöht, so dass tendenziell die Laufzeit des Handys reduziert wird. Speziell bei Signal sind mit jedoch keine negativen Effekte aufgefallen.

Funktioniert bei Euch Signal damit wieder besser? Ich freue mich über Euer Feedback in den Kommentaren!